Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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„

ſeit geſtern Abend dem Vater gegenüber bedeutend ver⸗ ſchlimmert habe.

„Ich weiß ſelber kaum, ob ich darüber lachen oder weinen ſoll,“ ſchrieb ſie an den Geliebten.—„Da ſitz' ich nun, wie in einem verwünſchten Schloß, und ſoll dem Vater bekennen, was ich von Deiner Herkunft wiſſe; denn es ſei gar nicht denkbar, daß Du mich über dieſen Punkt im Dunkel gelaſſen hätteſt. Drei peinliche Verhöre habe ich deßhalb ſchon beſtanden und weiß noch immer nicht, wo er mit ſeinem Verdacht hinaus will. Nur ſo viel iſt mir klar geworden, daß jener abſcheu⸗ liche Menſch, der ſich unter dem Vorgeben, Dein Lands⸗ mann zu ſein, bei ihm einführte, ihm irgend eine ſchänd⸗ liche Lüge über Deine Vorfahren ſo glaubwürdig dar⸗ geſtellt hat, daß des Vaters ganze Seele davon voll iſt, ſo daß ſich alle ſeine Vorſtellungen auf dieſen einen Punkt concentriren.— Ich ſoll ihm ſagen, ob ich wirklich nicht wiſſe, wer der Vater Deiner Mutter geweſen ſei? Ob Du mir keine Andeutung über dieſen Mann gegeben hätteſt?— Ob ich niemals gewiſſe Memoiren von dieſem Großvater durch Dich zur Lectüre erhalten hätte? Ob Du wirklich gar kein muſikaliſches Talent beſäßeſt?— Dieſe Fragen wiederholen ſich in allen möglichen Va⸗ riationen und Wendungen und ich mag ſagen, was ich will, er ſchüttelt ungläubig den Kopf, blitzt mich zornig an und jagt mich aus der Stube, um mich in der näch⸗