Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſicht, ich ſoll die Antwort heute Abend gegen acht Uhr abholen.

Schön, Friederike, ſie ſoll bis dahin parat ſein, ent⸗ gegnete Ludwig, das Mädchen machte einen zweiten Knir und war eben ſo ſchnell als es gekommen, wieder zur Stube hinaus.

Gottlob! Die war's nicht, die mir geſtern die Thüre zum Kloſterhof aufmachte! dachte Blaſius; denn ganz ähnliche Briefchen hatte er in der letzten Zeit ſchon mehrere in des Doctors Hand geſehen, und errieth deß⸗ halb ſogleich, welcherHerr ihm dieſes da ſchickte.

Er würde wie Viel nicht darum gegeben haben, hätte er Etwas von dem Inhalt deſſelben erfahren kön⸗ nen, um ſeine Maßregeln danach zu nehmen und dem drohenden Ungewitter zu entgehen, das doch allein durch ſeine eigne Schuld über ſein Hanpt gekommen war. Da aber Ludwig keine Miene machte, den Brief in ſeiner Gegenwart zu leſen, ihm vielmehr nochmals auftrug, ſogleich zu Volkhauſen zu gehen und dieſen von ſeinem Vorhaben zu benachrichtigen, dem SchwabenheimerMen⸗ ſchenfreund in der Stadt nachſpüren zu wollen, ſo blieb ihm keine andere Wahl, als ſich mit ſchwerem Herzen und tauſend ſorgenvollen Hypochondrieen und Muth⸗ maßungen über den Inhalt des Briefes, auf den Weg zu machen. Die Worte ſeines Lieblingshelden, des alten Landsknechtsgenerals Frondsberg zu Luther in Worms: