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zen moraliſchen Kraft und Leidenſchaft gegen den Ge⸗ danken auf, daß dieſe Angſt ſeines Herzens gerechtfertigt ſei; allen feindlichen Tücken und Geſchicken des Lebens zum Trotze ſollte Anna nun einmal aurchaus glücklich werden, und auf ihn— auf ihn allein ſollten alle die Leiden und Kämpfe einſtürmen, von denen er das ge⸗ liebte Weſen bedroht ſah— daher dieſe Erbitterung, dieſer heftige Widerſpruch bei dem leiſeſten Zweifel, denn im Grunde beſtätigte und rechtfertigte derſelbe ja doch nur ſeine eigne Seelenangſt.
Sie ſollen mir kommen! rief er mit flammendem Blicke und ſchlug dabei wüthend mit der Fauſt auf den Tiſch; dieſe verknöcherten Materialiſten des Pietismus,
dieſe in die Spezereien des verhimmelten Chriſtenthums
einbalſamirten Mumien der herzloſeſten Beſchränktheit, dieſe Shyloks in Frack und Manſchetten— ſie ſollen mir kommen, ich will ihnen heimleuchten, daß ſie gerne für alle Zeiten ihre pflegelterliche Liebe und Bevormun⸗ dung an den Nagel hängen!— Nun will ich meiner ſüßen Anna durch die That den böſen Argwohn abbitten, daß ich ſie manchmal für fähig hielt, jenen Frömmlern all⸗ zuviele Conceſſionen zu machen! Schickſalskinder ſind wir ja beide; und wie unſere Eltern uns in einer Woche dahinſtarben, ſo ſoll auch fernerhin ein gemeinſames Loos uns beſchieden ſein und ein gemeinſamer Troſt, daß wir dieſen jämmerlichen Krämerſeelen trotzen und


