reſpondenz mit dem Freiherrrn von Dalberg äußert ſie ſich mitunter ſehr bitter über dieſe Comödianten und warnt ihn, ja alle Briefe derſelben ſorgfältig aufzuhe⸗ ben, da ſie wohl aus Erfahrung wiſſe, wie unzuver⸗ läſſig ſolche Leute ſeien. Auch ſei doppelte Vorſicht nöthig, da man ſowohl von Hamburg wie von Dresden aus ſehr eifrig an dem Gewinn der jungen Gothaer Künſtler für die dortigen Bühnen arbeite.
In einem anderen, franzöſiſch geſchriebenen Brief gedenkt ſie Iffland's und Beck's mit folgenden ſchmei⸗ chelhaften Bemerkungen:
„Ce misérable(Iffland) est bon acteur, mais trés- mauvais citoyen, vous auriez en Beck(qui ne fait que promettre de devenir quelque chose), si vous étie⸗ entré dans ses prétentions.“
Aber der Freiherr von Dalberg war nicht der Mann, der ſich durch die Mediſance einer in ihrer Eitelkeit be— leidigten Dame von einer einmal beſchloſſenen Sache abbringen ließ. Er wußte, daß die Schüler eines Ekhof der neu errichteten Hofbühne zu Mannheim, die nach dem Willen ihres fürſtlichen Gründers eine Mu⸗ ſteranſtalt für ganz Deutſchland werden ſollte, nur zur Ehre gereichen würden, und ſo kam man bald mit den Unterhandlungen in's Reine.


