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Getren dem Schwure ihrer unzertrennlichen Freund⸗ ſchaft, den ſie ſich gegenſeitig in der Sterbeſtunde Ekhof's geleiſtet hatten, reiſten unſere drei Künſtler zuſammen an den Ort ihrer künftigen Beſtimmung ab z auch die Schauſpieler Böck und Meyer mit ihren talentvollen Frauen waren für die neue Bühne gewonnen worden, und ſo erhob ſich bald, wie der Phönix aus der Aſche, aus der aufgelöſten Gothaer Bühne im ſchönen Mann⸗ heim eine neue Freiſtätte für die dramatiſche Muſe Deutſchlands.
Im Sterbejahre des alten Ekhof hatte der junge Genius der deutſchen dramatiſchen Poeſie ſein erſtes gigantiſches Werk„die Räuber“ gedichtet; und auch darin wollen wir keinen bloßen Zufall erblicken, daß es gerade die Schüler des erſten deutſchen und nur deut⸗ ſchen Tragöden waren, die zuerſt auf der Mannheimer Bühne die gewaltige Jugenddichtung Schiller's auf den Kothurn ihrer herrlichen Kunſt erhoben haben.
Zwei von ihnen, Beck und Beil, haben nur in der Geſchichte der Schauſpielkunſt einen ehrenvollen Platz gewonnen:„die Nachwelt flocht auch dieſen Mimen keine Kränze.“ Dagegen hat ſich der Dritte im Bunde, Auguſt Wilhelm Iffland, neben ſeiner unübertroffenen Meiſterſchaft in der Menſchendarſtellung, auch noch


