Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſpäter ein Bevollmächtigter in der Perſon eines Herrn Satory. Unter den Inſtructionen deſſelben befanden ſich folgende zwei intereſſante Punkte, welche die diplo⸗ matiſche Wichtigkeit charakteriſiren, die man von Mann⸗ heim aus ſeiner Sendung beilegte. Erſtens ſollte Herr Satory ſich mit der Geheimeräthin von Lichtenſtein in's Vernehmen ſetzen, damit dieſe große Beſchützerin der Kunſt und Künſtler ſich perſönlich bei dieſen Unterhand⸗ lungen betheiligen möge; ſodann aber heißt es wörtlich: Um nicht gleich viel Aufſehen zu machen, wird es gut ſein, wenn Herr Satorh vor der Stadt im Gaſthof zumMohren abſteigt.

Die Geheimeräthin gelangte durch dieſe unvermu⸗ thete Ehre noch einmal zu der alten vollen Glorie ihres Ruhmes als Beſchützerin der Künſte, und ihr Einfluß gewann dadurch an neuem Anſehen. Aber ſei es nun, daß der Groll gegen die jungen übermüthigen Künſtler, die einſt ihrer äſthetiſchen Autorität geſpottet hatten, noch immer in ihrem Herzen fortlebte; ſei es, daß dieſe ſelbſt ihr nicht die jedenfalls höchſt zweifelhafte Rolle vergeſſen konnten, welche ſie in Ekhof's unglücklichem Verhältniß zu ſeinem leichtſinnigen Pflegekind geſpielt hatte: ſie muß mit ihrem Vermittlungsgeſchäftkein ſonder⸗

liches Glück bei ihnen gehabt haben. Denn in ihrer Cor⸗ Mutler, Ethof. II. 1⁴