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werden, wenn er ſtirbt, war auch ohne Worte deutlich genng in ihren bleichen Zügen zu leſen. So kamen ſie an den Teich, in deſſen Fluthen ſich das Mondlicht zaubriſch widerſpiegelte; kein Lüftchen bewegte die in's Waſſer niederhängenden Zweige der alten Fichten und Trauerweiden, feierliches Schweigen herrſchte ringsum, als lauſche die Natur dem leiſen Athemzug eines fried⸗ lich Sterbenden.
Da klangen mit Einmal aus den glänzend erleuch⸗ teten Räumen des Schloſſes, deſſen Fenſter nach dem Friedrichsthal hin geöffnet waren, durch die Stille der Nacht die gehaltenen Zaubertöne eines Adagios von Graun, welches dort die Marg ſang. Wie an den Bo⸗ den gefeſſelt, blieben die drei Jünglinge auf derſelben Stelle ſtehen und auch, als der Geſang vorüber war, redete Keiner ein Wort. In fromme Stille verſunken, warteten ſie, daß die Melodie wieder beginnen werde. Als es aber nicht geſchah, brach um ſo ſtürmiſcher das lange zurückgehaltene Gefühl der Wehmuth aus ihren Herzen, ſie umarmten ſich ſchluchzend, hielten ſich feſt umſchlungen und ſ chwuren einander treue Freundſchaft und Bruderliebe für's Leben.
Wir trennen uns niemals, komme auch, was da
kommen mag!“ rief Iffland begeiſtert.


