Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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zu der er dann griff, um ſeine treugemeinte Abſicht durchzuſetzen, ſtand in keinem Verhältniß zu dem zarten Sinne der Milde und Nachgiebigkeit, welche die Grund⸗ elemente ſeines Charakters bildeten; und gewohnt, immer nur für Andere zu leben, zu ſorgen und zu dulden, em⸗ pörte ihn an ſich ſelber der rauhe Zwang, den ihm fremder Trotz, fremder Eigenſinn aufnöthigte. So wurde er leicht kleinmüthig und unentſchloſſen; ein muth⸗ loſer Trübſinn bemächtigte ſich dann ſeines Herzens und die kalte Starrheit, die unbeugſame Energie, in die er ſich künſtlich hineinarbeitete, ward ihm zum lähmenden Gefühl der Ohnmacht und Muthloſigkeit, einer Welt gegenüber, welche die Liebe und Redlichkeit ſeiner beſten Abſichten mit Hohn und Undank vergalt.

Wir geben in dieſen wenigen Zügen das Bild von dem traurigen niedergedrückten Gemüthszuſtand Ekhof's in jener Zeit, da es ihm Bedürfniß wurde, ſich Iffland mitzutheilen und ſo dieſem neben den köſtlichen Lehren für ſeine Kunſt frühe den Blick zu klären über das herbe Erdenloos, das die Gottheit ſo häufig ihren Lieblingen unter den Trank aus dem Kelche ihres unſterblichen Lebens miſcht.

Dann ergoß ſich der Schmerz ſeiner Bruſt in er⸗ ſchütternden Klagen in das Herz des jüngeren Freundes;