Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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zuſprechen ſei, wozu vielleicht bei Beil auch noch der Umſtand mitwirke, daß ſich derſelbe bis jetzt noch nie⸗ mals in vornehmen Zirkeln bewegt habe.

Es war gerade an einem Sonntagmorgen und die Glocken riefen die frommen Reſidenzbewohner zur An⸗ dacht in die Kirchen, als dieſes Geſpräch in dem Ka⸗ binet Ihrer Excellenz ſtattfand.

Die bereits im Spätſommer ihres Lebens ange⸗ langte Dame befand ſich noch mit ihrer Morgentoilette im Stadium des erſten jungfräulichen Lenzes einem loſen Gewande von lichtblauer Seide, reich mit Spitzen und Blonden beſetzt, und einem allerliebſten Fichühäubchen mit Roſaband, ſo daß ſie trotz ihrer etwas allzurund⸗ lichen mittelgroßen Geſtalt bei ihrer blühenden Geſichts⸗ farbe und dem noch immer lebhaften Glanz der blau⸗ grauen unruhigen Augen in der That um zehn und mehr Jahre jünger erſchien, als ſie in Wahrheit ſein mochte. Um die Zierlichkeit und blendende Weiße ihrer kleinen rundgeformten Hände hätte ſie ſogar manche achtzehn⸗ jährige Schönheit beneiden können; und was die Grazie ihrer Bewegungen, die Leichtigkeit ihres Ganges anbe⸗ langte, ſo merkte man ihr hierin trotz ihrer vollen Fi⸗ gur und der mangelnden Taille durchaus nicht die be⸗ drohliche Nähe der Fünfzigen an.