mehrte und das Schweigen, welches ſie über die An⸗ trittsrollen der drei unartigen Debutanten beobachtete, für ihren äſthetiſchen Zirkel immer ominöſer wurde. Bald fand die allgemeine Zufriedenheit des Publikums mit den Leiſtungen der jungen Talente in einzelnen, in ein vrakelhaftes Halbdunkel gehüllten Aeußerungen der Geheimeräthin einen bedenklichen Widerſpruch. Wenn ſie auch nicht geradezu einen offenen Tadel ausſprach, ſo ſollte man doch ihrer Meinung nach mit dem unbe— dingten Beifall nicht allzu voreilig ſein; junge Talente ſind leicht durch übertriebenes Lob zu verderben, Eitel⸗ keit und Hochmuth ſtellen ſich ohnedieß bei dem an— gehenden Schauſpieler, der mit ſeinen Leiſtungen auf den öffentlichen Beifall eines oft nicht einmal urtheils⸗ fähigen Publikuns hingewieſen iſt, häufig noch früher ein, als der edle Stolz und das berechtigte Selbſtgefühl, welches allerdings den wahren Künſtler beſeelen ſoll; turz, ſolche junge Leute, bei denen man zudem noch über ihre Herkunft, ihre frühere Erziehung und moraliſche Aufführung ſichere Nachrichten einziehen muß, ſollte man ſchon um ihrer ferneren Ausbildung willen nicht gleich als vollkommene Muſter betrachten, und Herrn Ekhof ſelber werde gewiß am Meiſten damit gedient ſein,
wenn man zuerſt die Erfolge ſeiner Lehren und Unter⸗


