wenn jenes intereſſante Dreigeſtirn ihrem äſthetiſchen Cerele, ihren muſikaliſchen Soiréen und dramatiſchen Abenden fehlen ſollte, zumal ja der Eine der drei jungen Männer die erſte Weihe der Kunſt in ihrem, den Muſen
und Grazien ſo holden Hauſe empfangen hatte?
Aber, o ſchnöder Undank einer übermüthigen Ju⸗ gend, ſelbſt Heinrich Beck, der doch wahrlich den beiden Andern mit dem Beiſpiel eifriger Bemühung um eines ſolchen Hauſes Gunſt und Gönnerſchaft hätte voran⸗ gehen ſollen, ſelbſt er vergaß die der Geheimeräthin ſchuldige Rückſicht ſo ſehr, daß er ſeit ſeinem Eintritt in die neue Laufbahn durchaus keine Luſt mehr bezeigte, neben der ernſten und eifrigen Ausübung ſeiner Kunſt auch noch das franzöſiſche Liebhabertheater Ihrer Ex⸗ cellenz durch ſein Talent verherrlichen zu helfen. Seine beiden gleich übermüthigen Freunde Beil und Iffland zögerten ſogar länger als drei Wochen, ſich der vielgel— tenden Gönnerin der Schaubühne vorzuſtellen und ehr⸗ furchtsvoll, wie es jungen unbekannten Anfängern der Kunſt geziemt, um ihre gnädige Protection zu bitten, was bis jetzt noch kein neuengagirtes Mitglied der her⸗ zoglichen Hofbühne unterlaſſen hatte!
Kein Wunder vaher, daß ſich ihr geheimer Miß⸗
muth über ſolche beiſpielloſe Negligence von Tag zu Tag


