Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſelber ſein Leben lang durchglüht hatte. So erzog er ſich in ihnen, indem er ihnenzugleich Vorbild und Lehrer war, nicht blos Erben ſeines Ruhmes, ſondern auch Erben ſeines Geiſtes, welche ſpäter in ſeinem Sinne weiter ſtreben und der Kunſt auch nach ſeinem Tode als ſeine würdigen Schüler jenes reine und gediegene Weſen bewahren ſollten, das ihm, dem treuen ein⸗ fachen Sohn der Natur und ihrer ewigen Wahrheit, von jeher als höchſtes Ideal der Bühne gegolten hatte.

Unter den Perſonen, welche lebhaft wünſchten, die Schüler des großen Ekhof, wie man bald allgemein die drei Jünglinge nannte, in ihren Privatkreis zu ziehen, um ſie mit Aufmerkſamkeit und Auszeichnung zu behan⸗ deln, war die Geheimeräthin Sidonie von Lichtenſtein Eine der Erſten, ſie, das äſthetiſche Orakel der Reſidenz und die oberſte Protectrice aller jungen hoffnungsvollen Talente, ſie mochten nun ſingen oder tanzen, malen oder Comödie ſpielen, mochten mit oder ohne Einwilligung ihrer Familie die bürgerliche Laufbahn mit den ſchönen freien Künſten vertauſcht haben. Denn wie hätte das ſtattliche Haus der Muſe von Gotha am alten Markte für den Sammelplatz aller Hommes de Lettres, aller Kunſtnotabilitäten des In- und Auslandes gelten können,