ſich ihrem Sohne in der neuen Laufbahn eröffnen wür⸗ den. Ganz betäubt von der Liebenswürdigkeit und Her⸗ ablaſſung der vornehmen Dame willigten die Eltern, wenn auch mit ſchwerem Herzen ein, daß ihr Heinrich, den ſie dem geiſtlichen Stande beſtimmt hatten, ſtatt deſſen einen Beruf erwählte, den der ſchlichte Bürger damals kaum für einen ehrlichen anſah, ja, den der ſtrengkirchliche Sinn jener Zeit geradezu als eine Er⸗ findung des Satans verdammte.
So hatte denn ein dreimal günſtiger Zufall den langgenährten Wunſch des würdigen Ekhof, eine Anzahl talentvoller Schüler um ſich zu verſammeln, kurz nach jenem Zeitpunkt erfüllt, da alle Freunde des Theaters den unerſetzlichen Verluſt des Größten unter Deutſch⸗ lands Schauſpielern befürchtet hatten.— Drei Jünglinge von den edelſten Anlagen betraten faſt gleichzeitig, von ſeinem herrlichen Vorbilde begeiſtert und angefenert die Bühne, und der Erfolg war bei Jedem ein über alle Erwartung günſtiger. Das kunſtfreundliche Publi⸗ tum vereinte ſich zu ihrem einſtimmigen Lobe und be⸗ glückwünſchte laut und im Stillen den alten Meiſter, dem es vergönnt war, ſeine ſegensreiche und gefeierte Kunſtthätigkeit dadurch zu krönen, daß er in jungen Herzen das nämliche Feuer entzündete, welches ihn


