Welt Geſchehenes nicht ungeſchehen machen, und das ge⸗
fährliche Geheimniß iſt nun verrathen. Du hätteſt mir
folgen und Otte nicht überrumpeln ſollen, denn er
durfte ſich nicht eher entſcheiden, als bis er um Deinen
Fehltritt wußte, und wie er dieſe Kunde aufgenommen haben würde, ſiehſt Du nun!“
Eine lange ſchmerzliche Pauſe folgte; Johanna weinte in bitterer Reue und die beiden Männer waren in ihre eigenen Gedanken verſunken. Endlich erhob Herr Werner ſeine Tochter von der Bank und ſagte:„Geh', mein liebes Kind, faſſe Dich, ergib Dich in das Unabwendbare! Packe Deinen Koffer, denn Du reiſeſt morgen! Es iſt nicht mehr möglich, daß Du unter dieſem Dache bleibſt...
„Vater, liebſter Vater, verſtoßen Sie mich nicht!“ rief Johanna aus tiefſter Seele.„O, ſolche Härte hab' ich trotz aller Schuld nicht verdient!“
„Es iſt nicht Härte, mein Kind, es iſt eine un⸗ vermeidliche Nothwendigkeit!“ ſagte Werner mild aber beſtimmt.„Ich kann Dir den Grund davon nicht ſagen, aber ich hätte längſt bedenken ſollen, wozu am Ende die Reibungen zwiſchen Eugenien und Dir führen. Um des häuslichen Friedens willen mußt Du nach Hamburg, und— Eugenie zu ihren Eltern!“
„Ich bitte Dich kniefällig, beſter Papa, ich be⸗
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