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ſanft auf die Stirne und ſprach:„Armes Kind, komm zum Vater!“
Von Johanna's Wangen war alle Farbe des Lebens gewichen; ſie wankte zitternd neben ihm her und ihr Auge ſuchte den Boden, eine Ahnung von dem Vorgefallenen ſtieg langſam in ihr auf und legte ſich wie eine eiſige Schlange um ihr Herz.—„Heinrich, ich bitte Dich, was iſt geſchehen? Dein Geſicht iſt ſo ver⸗ ſtört, was ſchmerzt Dich?“
„Arme, arme Johanna!“ erwiderte er und ein un⸗ beſchreibliches Mitleid mit dem unglücklichen Mädchen wollte ihn bewegen, jene natürliche Regung des Ehrge⸗ fühls und Vorurtheils, welche in ihm gegen die Ver⸗ bindung mit Johanna ſprach, zu unterdrücken.„Ich habe einen anonymen Brief erhalten, welcher Dich be⸗ ſchuldigt...“ Er ſtockte und Johanna, welche ſpeben noch ſo fröhlich geweſen war, blieb ſtehen, ſtieß einen Schrei aus, und verhüllte das Geſicht mit den Händen. Ihr Vater hatte ſie von ferne bemerkt, kam nun herbei, und führte ſie ihre Hand erfaſſend ſanft in den Pavillon.
„Du weißt es alſo ſchon, mein Kind!“ ſagte er. „Nun denn, was ich immer gefürchtet, was ich Dir prophezeit habe, iſt nun eingetroffen. Eine tückiſche rachgierige Perſon hat Otte von Deinem Jugendfehler


