wenn Auheim nicht den tollen Kitzel gehabt hätte, Guts⸗ beſitzer zu werden und dieſes Gut ſeiner Frau zur Mor⸗ gengabe zu ſchenken. Erſt nach einer Stunde benach⸗ richtigte ihn Philipp, daß die„gnädige Frau“ geneigt ſei, ihn zu empfangen, und führte ihn in einen höchſt eleganten Salon, wo er Leonie Auheim mit einem ele⸗ ganten jungen Herrn und einer nicht mehr ganz jungen Dame in einem koketten Morgencoſtüme antraf.
„Guten Morgen, Herr Otte“, redete ſie ihn herab⸗
laſſend aber mit einer gewiſſen froſtigen Kälte an, „Sie haben ſich zu mir heraus bemüht, um mich zu ſprechen? Darf ich Sie bitten, mir die Veranlaſſung Ihres werthen Beſuchs in Kürze zu nennen, denn ich bin preſſirt!“
„Wohlan, Madame, dann bitte ich um ein Vier⸗ telſtündchen unter vier Augen, denn meine Sendung iſt eine rein vertrauliche“, entgegnete Otte mit einem Blick auf die beiden Anweſenden.
„Reden Sie immerhin offen vor dieſen meinen Freunden“, verſetzte Frau Auheim kalt und mit einem ſtrengen Blick ihrer dunklen Augen.„Ah, Sie wollen mich daran erinnern, daß ich Ihnen dieſe Perſonen nicht vorgeſtellt habe, nicht wahr? Ich wußte nicht, daß Sie ſo ehrgeizig ſind, Herr Buchhalter“, fügte ſie ironiſch hinzu,„alſo meine Freundin Madame la Baronne...“
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