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kommt, als ich an die Eurige! Und dann will ich Euch zeigen, wie ſich Hedwig Schulz an Euch rächen wird, indem ſie feurige Kohlen auf Euer Haupt ſammelt!“
Das Weib lachte höhniſch.„Bettelbrut! Putz⸗ mamſell! Nähmamſell! Werden wohl fette Biſſen ſein, welche Du mit mir theilen kannſt!“ ſpottete ſie.
„Wird ehrlich verdientes Brod ſein, Lisbeth, und vielleicht immer noch weißer, als das, was Ihr im Zucht⸗ hauſe gegeſſen habt!“ erwiderte Hedwig empört; aber im nächſten Augenblick hätte ſie dieſe Worte voll Reue und Beſchämung wieder zurücknehmen mögen, denn ab⸗ geſehen davon, daß ihr dieſer Vorwurf unſtatthaft und unedel vorkam, ſah ſie ſich von Eliſabeth gepackt, die im Begriff war, ſich thätlich an ihr zu vergreifen. Der Ekel darüber, daß ſie mit einer ſolchen Perſon hand⸗ gemein werden ſollte, war größer, als die Furcht vor der überlegenen Stärke des Weibes, das ſich in rohen Schimpfreden erging.
„Schlagt nur zu!“ ſagte Hedwig trotzig und ſah das Weib ſtolz und durchbohrend an.„Ich meinerſeits werde mich nicht an Euch vergreifen!— Ha, Herr Otte!“ rief ſie dann plötzlich, ſchleuderte Eliſabeth's Hand von ſich und flüchtete zu dem Angeredeten, der ſo eben in die Hausthüre trat.„Lieber Herr Otte, be⸗ ſchützen Sie mich vor dieſer Perſon!“


