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„Was giebt es denn, Hedwig? Wie, Madame, Sie hier?“ fragte Otte betroffen, als er die Stransky erkannte.„Haben Sie mir nicht verſprochen...7“
„Ah, der Herr vom Comptvir! Alſo ſo ſteht die Sache, Ihr beide unter einer Decke?“ rief die Stransky boshaft.„Na, Ihr ſollt mir's beide büßen!“ Damitkſtürmte ſie an ihnen vorüber und aus dem Hauſe.
„Hedwig, was war dieß, was hat dieſe Frau von Ihnen gewollt?“ fragte Otte. Hedwig erzählte ihm Alles gewiſſenhaft und ſchüchtern, obwohl ihre Befan⸗ genheit wuchs, als ſie den ängſtlichen Ausdruck be⸗ merkte, der ſich, je mehr ſie erzählte, deſto deutlicher auf Otte's Zügen offenbarte.—„O, das war ein ſchlimmer Auftritt, Hedwig“, ſagte er endlich tief betrübt.„Die Per⸗ fidie dieſes Weibes und die leidenſchaftliche Aufwallung, der Sie ſich hingaben, kann Ihnen ein Vermögen von achtzigtauſend Thalern rauben, Hedwig; denn leider iſt es nur allzu wahr, die einzigen geſetzlich gültigen Be⸗ weismittel dafür, daß Sie die Urenkelin des alten Ma⸗ ruſchke ſind, ſcheinen in den Händen des Weibes zu ſein!“
Hedwig ſtieß einen Schrei aus und brach ohn⸗ mächtig zuſammen.


