Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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denn, daß wir ſo vertraut mit einander ſtünden, um eine junge Dame zu veranlaſſen, mir eine Handarbeit...

Oh. Fräulein Johanna hat Temperament! ſagte Käthchen halb ironiſch;vielleicht iſt das Notizbuch da nur als ein Wink, als eine Avance zu verſtehen...

Pfui doch, Käthchen! Deine Vermuthungen ſind unzart! ſagte Julie und ihre Stimme war nicht ganz ſo klar und ruhig wie ſonſt;mich dünkt, die Sache erklärt ſich einfacher. Herr Werner führt ja in ſeinem Exportgeſchäft auch Stickereien und Soriontace da iſt es doch ganz natürl lich.

Bah, aber was ſteht auf dieſen Zettelchen hier? rief Käthchen und las von dem aus einer der Taſchen des Notizbuchs herausgezogenen Papierſtreifen die Worte: Herrn Heinrich Otte zu Weihnachten achtzehnhundert⸗ fünfundfünfzig in bewundernder Anerkennung einer edlen, im Verborgenen vollbrachten Thöt. J. Nun? fragte ſie;wer hat nun Recht? J. W., das iſt Johanna Werner! Das Fräulein leugnet es ja ſelbſt nicht!

Ich begreife das nicht, jedoch möcht' ich dreiſt be⸗ haupten, daß ich dieſes Packet auf meinem Teller geſehen habe, ſagte Otte; aber nun fiel ihm ein, daß ja Jo⸗ hanna ihm ſeine Geſchenke in die Poppſchachtel gepackt hatte, was er jedoch verſchwieg. Alle waren nun ſtumm

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