Herr Otte? Die müſſen Sie uns zeigen. Frau Wer⸗ ner's Weihnachtsbäckereien genießen einen Ruf in der ganzen Stadt!“
„Wohlan, öffnen Sie nur die Schachtel, und koſten Sie das Confect!“ ſagte Otte;„wir Männer machen ans aus ſolchen Süßigkeiten wenig!“
„Ah, darf ich?“ rief Käthchen;„doch nein, ich thu's nicht. Sie müſſen ſelbſt auspacken!“ Das geſchah denn auch, und die Honigkuchen, Stollen und das Con⸗ fect fanden bewundernde Anerkennung, ebenſo die ſchöne feine Linnenwaare, die mit prüfendem Finger befühlt wurde.—„Halt, was iſt das?“ rief Käthchen und griff nach einem kleinen Packet in ſtarkem weißen Papier.
„Dieß hierd Das hab' ich ja noch gar nicht be⸗ merkt!“ entgegnete Otte und erbrach das geſiegelte Packet.„Ein Notizbuch mit Stickerei und meiner Chiffre?“ rief er;„wie kommt dieß hier herein?“
„Ach, das iſt ſicher eine Arbeit von Fräulein S
hanna Werner!“ platzte Käthchen heraus;„Otte, Otte, Sie ſind ein Schalk, und dieſes Geſchenk hat et⸗ was zu bedeuten. Sie haben eine kleine Liebſchaft mit Fräulein Johanna!“ „Eine Liebſchaft?— Ich kann Sie ver ſichern, liebes Käthchen, daß ich mit Fräulein Johanna noch ke ine zwei Dutzend Worte gewechſelt habe, geſchweige
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