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guter Menſchen, und der Mühe, die Sie ſich um meinen Unterricht geben, nicht würdig?“
„Ja, liebe Hedwig, folgen Sie darin nur Ihrem Herzen. Ich bin überzeugt, Fräulein Käthchen hat Sie nur auf die Probe ſtellen wollen, denn ſie denkt nicht anders hierüber, als Sie ſelbſt!“
Und gleichſam zur Beſtätigung ſeiner Worte um⸗ armte nun Käthchen die Waiſe innig und ſagte:„Lieb Herzchen, handle nur ganz nach Deinem Gefühl, und von dem Anderen ſoll nie wieder die Rede ſein, ſo lange Dein alter Maruſchke lebt. Aber nun laſſet uns eſſen und trinken und guter Dinge ſein!“
„Eingeſchenkt, Unterhaus! Den Imbiß herumgereicht, Oberhaus!“ rief Julie lächelnd;„es iſt ſeit langer Zeit der erſte Weihnachtsabend, den wir ganz ungenirt und in Muße feiern dürfen! Sonſt mußten wir gewöhnlich noch über Hals und Kopf bis in die tiefe Nacht hinein arbeiten, um unſern Weihnachtsaufträgen zu genügen; dieſes Jahr ſind wir ausnahmsweiſe rechtzeitig fertig geworden.“
„Schlimme Zeiten haben doch auch ihr Gutes“, ſagte Marie lächelnd;„man verdient weniger, wird aber eher ſeines Lebens froh.“
„Ach, dieß iſt den armen Mädchen zu gönnen, denen ſolche Ueberbürdung mit Arbeiten gewöhnlich am wenig⸗


