Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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wirſt das erwärmende Getränke wohl bedürfen in Deiner kalten Schlafkammer auf dem Speicher!

Ich bin nicht verwöhnt, ſondern abgehärtet, Fräulein Käthchen, und das Bett iſt gut, verſetzte Hedwig freundlich.Herr Maruſchke kann mir eben keine andre Schlafſtätte geben, als wie er ſelber hat. Er iſt arm und das kleine Ladengeſchäft geht ſo ſchlecht, daß es ihn ſelbſt kaum ernährt!

Ta, ta, ta! Die Leute ſagen das Gegentheil, Kind! ſagte Käthchen;alle Welt hält den Alten für ſehr reich; aber um ſeiner ewigen Seligkeit willen möchte ich auch lieber annehmen, daß er arm iſt, denn es wäre doch ſchrecklich, wenn er nur aus ſchmutzigem Geiz ſo jäm⸗ merlich und elend lebte und Dich ſo kümmerlich hielte, meine liebe Kleine. Jede von unſeren Arbeiterinnen iſt ja beſſer daran als Du!

Liebes Fräulein, was liegt daran? rief Hedwig, es könnte ja mit mir noch ſchlimmer ſein. Denken Sie nur, wenn ich, wie andere verwahrloſte Kinder, heimathlos in die Welt hinausgeſtoßen wäre, jeder Un⸗ bill und jeder Verführung preisgegeben! Nein, iſt dieſe Heimath auch arm, ſo hab' ich doch darin Schutz vor Verführung böſem Beiſpiel und ſchlechter Umgebung, und habe liebe rechtſchaffene Freunde!

Na, aber beſſer wäre es ſchon, Du träteſt ganz 14*