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Volentin und ihren drei Töchtern der Reihe nach die
Hand, und eilte dann hinauf, um die Geſchenke zu holen,
womit er ſie überraſchen wollte: für die Mutter einen warmen Fußſack von Pelz, für Julien Schiller's Werke, für Marie einen Blumentiſch und für Käthchen einen ſchönen Pelzmuff. Auch Hedwig ging nicht leer aus; ihr Lehrer beſchenkte die fleißige gelehrige Schülerin mit einer hübſchen Schreibmappe und einigen guten, lehr⸗ reichen Büchern. Das arme Mädchen, zuvor ſchon durch die vorſorgliche Güte der Schweſtern Valentin zu Thränen gerührt, brach in lautes Weinen aus, und küßte Otte's Hände in der tiefinnerlichſten Rührung.
„Der liebe Gott im Himmel, der in mein Herz ſieht, weiß, was ich in dieſem Augenblick für Sie Alle fühle, und wie ich gerne mein Leben hingeben würde aus reiner ewiger Dankbarkeit für Sie Alle!“ ſtammelte Hedwig.„Der Himmel vergelte Ihnen reichlich, was Sie an mir armer heimathloſer Waiſe gethan haben, meine Damen und Sie, Herr Otte! O, nein, niemals kann ich dieſe Schuld abtragen! Sie haben mich heute ſo glücklich gemacht, ſo recht in ganzer Seele glücklich, wie ich es gar nicht verdiene, denn ich bin eigentlich ein recht böſes, verſtocktes Kind!“
„O nein, mein Herzchen! Du biſt eigentlich ein gutes braves Kind und ein treues Herz“, ſagt


