Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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verſcherzt, flüſterte ſie beinahe weinend,und doch iſt er ſo gut, ſo zärtlich, ſo ſchonend, ſo herzensgütig gegen mich, wie ich es gar nicht verdiene. Selbſt die Ein⸗ flüſterungen meiner Stiefmutter haben mir ſeine Liebe nicht zu rauben vermocht, fuhr ſie mit ſteigender Be⸗ wegung fort,aber Papa hat den Kopf immer voll von Geſchäften und Sorgen, und ſo finde ich ſelten Gelegenheit... Aber da kommt er ſelbſt! unterbrach ſie ſich plötzlich und deutete aus dem Fenſter nach der Straße, wo Herr Werner mit Frau und Tochter eben gegen das Haus heranſchritt. Das Geſpräch ſtockte und Johanna verwiſchte die Spuren ihrer inneren Er⸗ regung, und ſuchte gefaßt und gleichgiltig heiter zu erſcheinen, bis ihr Vater wieder in's Zimmer trat.

Ah, guten Tag, lieber Otte! Schön daß Sie kamen! ſagte Werner und drückte dem Gaſt freundlich die Hand; daͤnn wandte er ſich mit einem etwas ſtren⸗ gen Blick zu ſeiner älteren Tochter.Wie?... Du ſchon hier, Johanna? fragte er mit ernſter, miß⸗ trauiſcher Stimme;ich wähnte Dich bei Claudine Töpen zum Beſuch!

Ich war auch dort, Papa, aber Claudine ausge⸗ gangen, entgegnete Johanna ruhig, wagte aber nicht den Papa anzuſehen.Ich fürchtete, Euch nicht mehr bei der Großmutter zu treffen und..

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