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Taſche zog:„Mein Fräulein, Sie haben mich ſo an⸗ genehm überraſcht durch Ihre Güte, daß ich nicht weiß, wie ich Ihnen meine Schuld der Dankbarkeit abtragen ſoll!“ Sie winkte mit der Hand, aber er fuhr fort: „Ich weiß nicht, was für eine That Sie meinen, aber ſchon die Thatſache, daß Sie meiner gedachten, iſt eine Gunſt, die mich ungemein entzückt, und ich werde mich bemühen, derſelben ſtets würdig zu ſein....“
„Oh, das ſind Sie längſt, Herr Otte!“ entfuhr Johanna unwillkürlich;„Handlungen wie die Hilfe, welche Sie Herrn von Dotter leiſteten, werden nicht mit Orden und Ehrenkreuzen belohnt; aber wenn ein Mädchen Ihnen dafür ſeine bewundernde Anerkennung ausſpricht, werden Sie milde urtheilen und mich darum nicht für unweiblich halten....“
„Niemals!“ ſagte Otte warm;„Ihre Güte über⸗ ſchätzt mein geringes Verdienſt dabei. Sagen Sie mir
nur, wie ich Ihre gute Meinung verdienen, Ihnen
meinen Dank für Ihre Theilnahme beweiſen kann!“ „Am beſten durch— Schweigen!“ verſetzte Johanna erglühend und verwirrt.„Laſſen Sie niemand die Geberin ahnen, denn die Welt würde darin vielleicht einen Verſtoß meinerſeits gegen hergebrachte Sitte ſehen. Aber ich bin ein leidenſchaftliches Ding und folge im⸗ mer nur der erſten Eingebung, wenn es auch noch et⸗


