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zu vertreiben.„Wenn er nur mit Johanna glücklich wird, dann will ich mich ja gern beſcheiden“, flüſterte ſie halblaut und reſignirt.—
Mittag war vorüber, als Otte ſich nach Herrn Werner's Hauſe begab, um der Einladung zum Mit⸗ tagseſſen zu folgen. Bei ſeinem Eintritt in das Em⸗
pfangszimmer fand er dieſes leer, aber aus dem Neben⸗
zimmer erklangen in vollen Accorden die Saiten eines Flügels von den Tönen eines Beethoven'ſchen Muſik⸗ ſtückes, und Heinrich's Herz pochte, denn das gewandte Spiel verrieth ihm Johanna als die Spielerin. Aber ſogleich verſtummte die Muſik und eilig, mit hochge⸗ rötheten Wangen erſchien Johanna unter der Portiere, und bot ihm freundlich wiewohl befangen guten Tag.
„Seien Sie willkommen, Herr Otte! Papa wird ſogleich erſcheinen“, ſagte ſie;„er iſt eben nur mit Mama und Ottilien zur Großmutter. Bitte, nehmen Sie Platz!“ Sie betrug ſich ſo ungezwungen wie mög⸗ lich, aber ihrem blitzenden Auge entging die Befangen⸗ heit Otte's nicht, und als ſein Blick dem ihrigen be⸗ gegnete, ſchlug ſie die Augen nieder und wagte nicht zu reden, denn ein ſeltſames Gefühl in der Kehle, ein gepreßter Athem würde ſie verrathen haben.
Eine Pauſe entſtand, beiden peinlich bewußt. End⸗
lich ſagte Otte, indem er das Notizbuch aus der


