Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Ohren gekommen, welches wir kennen, ſo mußte ihn Dein Scherz verletzen.

Nun ja, mag ſein! ſagte Käthchen;aber er mußte ihm auch die Augen öffnen und zeigen, daß Fräulein Johanna jetzt keine Parthie für ihn mehr iſt, wenn auch ihre Hand ihm eine Zukunft verſchaffen kann.

Käthchen, Du gehſt zu weit! rief Julie verweiſend, jedoch befangen und mit raſch wechſelnder Farbe;Du kränkſt damit ihn und Fräulein Werner. Bedenke, daß das Gerücht nicht erwieſen iſt und von Feinden und Nei⸗ dern in Umlauf geſetzt worden ſein kann, deren der glückliche Kaufmann manche haben mag. Aber auch abgeſehen davon, dürfen wir ein ſolches Gerücht nicht wiederholen, wenn wir uns nicht einer gemeinen Ge⸗ ſinnung ſchuldig machen wollen. Und dann ſollteſt Du, denk' ich, Otte zu gut kennen, um ihm eine Handlungs⸗ weiſe zuzutrauen, die im Grunde zwar nicht gerade unehrenhaft, aber auch nicht ganz tadellos wäre, vor⸗ ausgeſetzt er wüßte um die behauptete Thatſache.

Ach geh' mir mit den heutigen Männern, Jul⸗ chen, und mit den Kaufleuten insbeſondere! verſetzte Käthchen in ihrer ,ungebundenen Weiſe, die ohne langes Bedenken alles äußerte, was ihr momentan durch den Kopf ſchoß;Otte iſt zwar ein ganz braver und re⸗