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den beſchneiten Wall nach ſeinem Comptoir, um nach der eingelaufenen Correſpondenz zu ſehen.
„Ei ſeht doch“, ſagte Käthchen, die in der Wohn⸗ ſtube vor dem Spiegel ſtand und ihre Toilette zum Kirchgang vollendete,„Otte geht ſchon aus, ohne uns wie ſonſt guten Tag zu ſagen!“
„Er wird in's Geſchäft gehen, um die Poſt zu be⸗ ſorgen, weil Auheim verreiſt iſt“, ſagte Marie, die noch eine neue Schleife an ihren Hut nähte;„ſolch ein Bank⸗ geſchäft duldet ja keine Feiertage.“
„Er iſt vielleicht verletzt von Deiner geſtrigen Neckerei mit Johanna Werner, Käthchen“, ſagte Julie, die am Fenſter ſaß und in einem Band von Schiller's Werken las, welche Otte ihr am vorigen Abend geſchenkt hatte, denn an ihr war heute die Reihe, bei der kranken Mutter zu Hauſe zu bleiben, während die Schweſtern und das Dienſtmädchen zur Kirche gingen. „Es war nicht zart von Dir, ihn damit zu necken!“
„Ach geh', Julchen! Otte verſteht einen Scherz“, verſetzte Käthchen.„Und mir nimmt er nichts übel, denn er kennt meine ungebundene Weiſe.“
„Hm, es war doch nicht gerade tactvoll, Käthchen, ihn mit Fräulein Johanna zu necken“, ſagte Marie. „Geſetzten Falls, es wäre auch ihm das Gerücht zu


