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aller Bedenken zu der Ueberzeugung kam: Johanna
müſſe ihm gewogen ſein und habe ihm dieß, obſchon
in anderer Form, durch jenes Notizbuch zu erkennen geben wollen. Daß ſie es ſelbſt geſtickt und für ihn verfertigt hatte, das verrieth ja die in Goldfäden und gothiſchen Buchſtaben darauf angebrachte Chiffre H. O. in einem Kranze von Veilchen und Vergißmeinnicht. Dieſe Seite der Thatſache war ermuthigend. Aber ihr hielt der Zweifel, was wohl Herr Werner dazu ſagen würde, das Gleichgewicht; und Heinrichs redlicher Sinn ſträubte ſich gegen den Gedanken, hinter dem Rücken und gegen den Willen ſeines Gönners eine Neigung Johanna's zu nähren, die vielleicht den Abſichten ihres Vaters entgegenlief.
Endlich graute der Wintertag, und der Schneeſchim⸗ mer von der Promenade her fiel durch die weißen Gardinen in Otte's Stübchen. Er ſtand auf, zündete das Feuer im Ofen an, verzehrte gedankenvoll das Frühſtück, welches ihm das Dienſtmädchen heraufbrachte, und blätterte in den Zeitungen, aber immer kehrten ſeine Blicke und Ge⸗ danken wieder zu dem Notizbuche zurück, das vor ihm auf dem runden Tiſche lag, und vor ſeinem innern Blicke ſtand immer wieder Johanna's Bild, wie ſie mit gerötheten Wangen und in ungewöhnlicher Haſt die ihm beſcheerten Geſchenke an ſich genommen hatte und


