Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Johanna waren nur beſchaͤftigt, ihren Truͤb⸗ ſinn aufzuheitern und ihr verwundetes Herz, das zu harte Schlaͤge erlitten hatte, zu heilen. Mit Liebe umſaßte ſie auch die Gouvernante, welche die Marquiſe als eine treue Ungluͤcksgeſaͤhrtin ruͤhmte.

Als die Marquiſe aber von der Reiſe

nach der Schweiz hörte, und daß man in

Zukunft dort wohnen wolle, ſagte ſie:Ich verlaſſe mein Vaterland nicht, ich weiche von meiner Religion nicht, hier, nicht dort, ſind ihre Tempel, ihre Altäre, ihre Prieſter. In katholiſchem Boden ſollen meine ver⸗ weslichen Ueberreſte ruhen. Keine Ueber⸗ redung, ſelbſt die Thraͤnen Johannens nicht, konnten ſie vermoͤgen, in das calvi⸗ niſtiſche Land, wie ſie es nannte, zu gehen. Acht Tage vor der Abreiſe verließ ſie heimlich Hauteverd mit der Gouver⸗ nante und auf ihrem Zimmer fand man

ein Schreiben, in dem ſie ihrer Tochter den mutterlichen Segen wuͤnſchte. Dringend

4