Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 181—

glaube, daß ich ſie nicht verdient habe. Iſt's auch recht, mich ſo von dem Comte

zu trennen, daß ich ihn nicht ſehen und keine Sylbe mit ihm reden kann? Keine Menſchengewalt wird ſo mächtig ſeyn, mich von ihm zu ſcheiden. Mein Herz forderte

es, ich konnte ihm nicht wehren, ich mußte

zu ihm, ich habe mit ihm geſprochen, er— hat mich bis vor die Thuͤr unſerer Woh⸗ nung begleitet. Er zieht den Tod einem Leben ohne mich vor. Kann den Vater nichts erweichen, nichts ihn zum Nachgeben bewegen?“—„Nichts,“ ſagte die Mutter.

—„So mag er mich von ſich ſtoßen, ſo will ich ſeine Tochter nicht mehr ſeyn⸗ nur an meiner Liebe, an meinem Gluͤcke ſoll er mich nicht mehr hindern. Will er mich zum Wahnſinne reizen? Soll ich alle Bande zerreißen, die mich an i ſeſſeln? Hat er nur darum Gewalt uͤber mich, daß er mich martert, mich unglücklich macht? Mutter, heute konnte ich fliehen, ich wollte es, Franz hielt mich zuruck.