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„Solch Gebet erhoͤrt der Herr nicht, was ohne Ergebung in ſeinen Willen ge⸗ ſchieht,“ ſagte die Marquiſe und ſah ihre Tochter mit ernſter Miene an.„Es iſt das Verlangen eines eigenſinnigen Kindes, wel⸗ ches fordert, daß Alles nach ſeinem Kopfe gehen ſoll. Halte Deine Pflichten heilig, die Dir Gott gegen Vater und Mutter ge⸗
boten hat; bedenke: des Vaters Segen
bauet den Kindern Haͤuſer; aber der Mutter Fluch reißt ſie nieder. Dem Winke des Schickſals folgen, ſein eigenes Fleiſch bezaͤhmen, ſich ſelbſt uͤberwinden, das macht den frommen Menſchen, der allein recht beten kann.“—„Mutter, Du biſt ſehr hart, rief Johanna aus,„wie Du's gegen Dein Kind nie geweſen biſt!“ —„Weil ich ſo ſeyn muß, und Dir nicht
folgen kann, wohin Du mich ziehen moͤch⸗
teſt... Ats die Marquiſe aus dem
Zimmer ging ſah ſie's, daß Johannen helle Thränen uͤber die Wangen liefen. Ihr


