Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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nicht an einer Neigung ſcheitern, die fruͤher ſich in dem Herzrn ihrer Tochter ent⸗ ſpann?“—„Das fuͤrchten Sie nicht, daran denken Sie nicht,“ ſagte der Mar⸗ quis.„Ein Vater muß ſein Kind kennen, und zur Aufrichtigkeit iſt ſie von Jugend an gewoͤhnt. Sie verſteht die Kunſt noch

nicht, Gefuͤhle zu verheimlichen, die das

Herz erwaͤrmen und beleben, und kein Zeichen einer Liebe zu einem Juͤnglinge habe ich an ihr wahrgenommen.“

„Lieber Marquis,“ ſagte Montesquien, „gern will ich Ihren Wahrnehmungen glauben, aber die Wahrheit derſelben iſt damit keineswegs erwieſen. Moͤgen Sie eine Tochter von Jugend an zu einer Auf⸗ richtigkeit gewöhnt haben, die immer die Probe hielt; wenn die Zeit bei ihr eintritt, wo'ihr Herz fur eine zaͤrtlichere Neigung ergluht, da wird ſie ſtill und verſchwiegen, manche Beſorgniß und ſelbſt die edle

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Schaam zwingt ſie dazu. Wir wollen es

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