Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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Am Abend, da ſchon xles zur Abreiſe

vorbereitet war, ließ ſich der Paͤchter bei dem Marquis melden. Er kannte ſein Geſuch, aber in der Geſellſchaft ſagte er: „Gewiß will der ehrliche Mann Abſchied von mir nehmen.“ Er verließ das Zimmer. „Ach,“ ſagte die Marquiſe,„auch der Pächterfrau müſſen wir ein Lebewohl ſagen. Sie war immer ſo gefaͤllig!“ Johanna wollte mit der Mutter gehen, aber Mon⸗ tesquieu wußte die Sache ſo zu drehen, daß die Mutter und die Gouvernante allein gingen und Johanna bei ihm blieb. Die⸗ ſes ungeſtorte Alleinſeyn mit ihr wußte er klüglich zu benutzen, ihr, ſo weit es die

Vorſicht erlaubte, ſeine Gefuͤhle zu offen⸗

baren, und ihre Stimmung zu vernehmen. Eingeſtändig mußte ſie ſich's ſeyn, daß Montesquien der beſcheidenſte, einnehmendſte Juͤngling war. Er zwang ſie gleichſam, daß ſie ſeine Artigkeiten erwiederte. Ihr ſaſt unbefangenes Weſen, ihre holden, freundlichen Blicke erdreiſteten ihn, er er⸗

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