daß ihr Herz dem Comte allein ergeben
iſt, liebe Chamboiſe, welch ein Sturm
wird dann losbrechen! Sicher trifft mich das Ungewitter dann am haͤrteſten. Ach, es iſt die Zeit gekommen, und das hätte
ich nie geahnet, wo ich mich ungluͤcklich
nennen muß, daß ich die Mutter einer ſolchen Tochter bin. Zum Verderben hat
eine boͤſe Macht juſt dieſen Montesquieu
herbeigefuͤhrt. Stehen Sie mir bei in meinem Schmerze und helfen Sie mir tragen, wenn die Buͤrde, die mir aufgelegt
iſt, unerträglich werden ſollte. Ob ich
nicht kluglich thaͤte, wenn ich an den Comte de Montremi ſchriebe, ihm die Lage der Dinge meldete, daß er bei dem Sohne ſeine väterliche Autoritaͤt in Kraft ſetzte und ihn von Johannen abzoge? Was rathen Sie?“—„Mar uiſe, da kann ich nicht rathen,“ erwiederté die Gouvernante, die es aus Erfahrung wußte, wie übel der Lohn eines ſolchen Rathgebers in zweifel⸗
haften Fallen iſt.


