Nach Tiſche ging er nicht von ihrer Seite. Die Gouvernante aber ſuchte die Gelegen⸗ heit, wo ſie die Marquiſe allein ſprechen konnte und entdeckte es ihr, daß Montes⸗ quieu ſie beſucht, und was er mit ihr ge⸗ ſprochen hätte. Die Marquiſe lobte die Offenherzigkeit der Gouvernante, ſeufzte tief auf und ſagte:„Ach, wohin wird die Erſcheinung dieſes Montesquieu noch füh⸗ ren! Er liebt Johannen, das iſt ſonnen⸗ klar, der Marquis wuͤnſcht ihre Verbin⸗
dung mit ihm, ſie ſcheint ihm von allen
Seiten vorzuͤglich. Ich wuͤrde gegen die Heirath am Ende auch nichts haben, wenn
ich die Liebe Johannens zu dem Comte
nicht fuͤrchten muͤßte. Wird ſie ſich dieſe
ausreden laſſen? Iſt es Recht, Mittel an⸗
zuwenden, ſie liſtig von dem Comte zu trennen? Wird er ſich von ihr ſcheiden? Und wenn ſie der Vater fraͤgt, ob ſie
Neigung fuͤr Montesquien fuͤhlt und ſie
die Frage verneint und ſagt, warum ſie ſich nicht mit ihm verbinden kann, und
———
ee—


