Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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Schwaͤrmerei, die uns unſere Thorheiten oft bitter fuͤhlen laͤßt, wenn ſie abge⸗

kuͤhlt iſt.

Mittags bei der Taſel herrſchte eine ungemein heitere Stimmung. Der Mar⸗ quis war, von innern Hoffnungen angefacht,

lauter heiteres Leben. Er ſcherzte öfter

mit Johannen, warf einige Witzfunken auf ſie hin, daß ſie mit ihrem Verſtande her⸗ vortreten, ſich wehren mußte, was ſie immer mit beſcheidener, liebenswürdiger Naivität that. Montesquieu aber zeigte ſich als ein angenehmer und hoͤchſt unter⸗ haltender Geſellſchafter. Im Allgemeinen war es wohl zu merken, daß er um den

WPreis des Beifalls der ſchoͤnen Johanna

buhlte. Er ſaß ihr zur Seite und wollte es oͤfter bemerkt haben, daß ſie ihn wohlgefaͤllig anſah. Abſichtlich beruͤhrte er zwei Mal ihre Hand, bat wegen ſeines Verſehens

um Verzeihung, ſie verzieh ihm gern und

ein hoͤheres Roth uͤberzog ihre Wangen.