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Die Gouvernante war in einer großen Verwirrung, als der Capitain von ihr ge⸗ gangen war. Wie heftig mußte ſich in ihm das Gefuͤhl der Leidenſchaft der Liebe bewegen, daß er ihr, ohne ſie genauer zu kennen, ein ſolches Geheimniß offenbarte! Sollte ſie ſich mit in einen Plan ziehen laſſen, deſſen Folgen nicht zu berechnen ſtanden? Wenn ſie dem Capitain gefaͤllig war, machte ſie ſich nicht der Marquiſe zur Gegnerin? Der Mutter wollte ſie es anvertrauen, was ihr offenbart war, um ſich von einer Schuld frei zu machen, die ſie ſich ſonſt aufzubuͤrden glaubte. Im Innern wuͤnſchte ſie es, daß Montesquieu Johannen gefallen, und daß ſie auf eine Verbindung mit dem Comte verzichten
moͤchte, die bei der Geſinnung des Marquis nie zu Stande kommen konnte, wenigſtens
auf keinem guten Wege. In dieſer Liebe zum Comte ſah ſie auch wenig Vernunft und Ueberlegung, nichts als heſtige Lei⸗
denſchaft, uͤbertriebene Neigung und eine
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