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nicht beherrſchen laͤßt, und erſt dann, wenn er zu dieſer Selbſtſtaͤndigkeit gekommen iſt, wird er ſein eigener Herr, der mit freiem Willen ſchaltet, und ſich nicht nach dem Schickſale, ſondern das Schickſal nach ſich formt.“
„Eine herrliche Philoſophie,“ ſagte
der Marquis,„aber es giebt wenige Weiſe, die ſich auf ſie verſtehen. Sie machen ſich
mir durch Ihre Grundſaͤtze noch geachteter. Es iſt ſelten, daß ein Militair, der nur
dem Schwerte lebt, in ſolche Lehren einge⸗
weihet iſt. Solch einen Juͤngling, ſolch einen Gatten, wie Sie ihn ſchilderten, muß jeder Vater ſeiner Tochter wuͤnſchen, aber er bleibt eine Seltenheit, die man nicht oft findet.“—„Nicht oft? Ich daͤchte doch. Glauben Sie's nicht von mir, daß mir die Moral im Kopfe und nicht im Herzen ſitzt, und daß ich, wie manche calviniſtiſche Prediger,
Lehren gebe, die ich ſelber nicht befolge?
Herr Marquis, ich habe große urſache zu


