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Recht gebe, ſo darf ich mir doch die Bemerkung erlauben, daß ein junges Maͤd⸗ chen geſchutzter und ſicherer auf dem Lande als in großen Städten iſt.“—„Das mag wahr ſeyn, aber was kann eine Tugend unb Unſchuld gelten, die keiner Verſuchung ausg ſetzt iſt, die nie Gelegenheit hatte, in einem harten Kampfe ihre Krafte kennen zu lernen und ſie zu ſtaͤrken. Ich denke, der Sieg uͤber das Laſter iſt ein ehrenvoller, ſonſt kenne ich keinen. Ueberdies hat Ihre Tochter auch das Alter erreicht, wo ſich ein Lebensgefährte zu ihr geſellt, der ſtrenge aufmerkſame Wache halten wird, daß ſie auf keine Weiſe gefaͤhrdet werden kann. Ich denke es mir als die heiligſte Pflicht
des Mannes, als ſeinen erſten Beruf, daß er ſeiner Gattin ein Schirm gegen jede Art
der Verſuchung bleibt, die ihr auf dem
Lande eben ſo gut wie in der Stadt zu⸗
ſtoßen koͤnnen. Ein Jeder lernt es mit der Zeit, daß er den Einfluß ſeiner aͤußern Umgebungen heherrſcht und ſich von ihnen


