Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
Entstehung
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was der Liebe und Zuneigung vorangeht, und wirklich geſtand ſie's ihren Eltern, daß dieſer Montesquieu ein gebildeter, arti⸗ ger und hoͤchſt intereſſanter Juͤngling ſey. Der Marquis laͤchelte ihr fteundlich zu und ſagte:Es macht mir großes Ver⸗ gnoͤgen, daß Du dieſen ausgezeichneten Capitain, der im Staate gewiß eine ſehr glaͤnzende Carriere macht, ſo findeſt.

Die Marquiſe fragte nach ihrer Toch⸗ ter, ob ſie mit Montesquien noch nicht von dem Spaziergange zuruͤckgekommen ſey. Sie ſchien faſt aͤngſtlich zu ſeyn, daß ſie ſo lange wegblieb. Es war durchaus Grundſatz bei ihr, daß man ein junges Maͤdchen bei einem jungen, noch dazu un⸗ bekannten Manne, von deſſen Grundſätzen man nichts wiſſe, dem man nicht trauen duͤrfe, ſo ſittlich und einnehmend ſeine Außenſeite auch ſey, ohne die noͤthige Auf⸗ ſicht nicht laſſen duͤrfe. Wenn ſie, da ſie die Liebe kannte, mit der Johanna an den