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ſolchen Auftrag ausgerichtet zu haben.“— „Koͤnigin,“ erwiederte Montesquieu,„be⸗ ſchließen Sie uͤber mich, mein Leben iſt
Ihnen geweiht.“
Es kam Montesquieu nicht räthſelhaft vor, daß die Koͤnigin in dieſem Tone von
der Marquiſe ſprach, er ſah deutlich und klar ihre Abſicht und wollte es darauf an⸗ kommen laſſen, ob ſein Herz der Liebe fur dieſe Johanna fähig ſey. Noch hatte ſein Gemuͤth, das nur mit wilden Gedanken
beſchäftigt war, den zaͤrtlichen Gefuhlen
einer liebenden Neigung keine Herberge ver⸗ ſtattet. Er war der Meinung, daß ein Mann der großen Sache der Religion und
des Staates in dem Grade entzogen wird,
als er ſich der Liebe zu Weib und Kindern
hingiebt. Jene feſten, frommen Bande,
die den Familienvater an das Leben um ſo inniger knüpſen, die ihn tiefer in die edel⸗ ſten Verhältniſſe verweben, konnte er nicht. Sein Plan war, ſich erſt einen ausgezeich⸗
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