Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ſolchen Auftrag ausgerichtet zu haben. Koͤnigin, erwiederte Montesquieu,be⸗ ſchließen Sie uͤber mich, mein Leben iſt

Ihnen geweiht.

Es kam Montesquieu nicht räthſelhaft vor, daß die Koͤnigin in dieſem Tone von

der Marquiſe ſprach, er ſah deutlich und klar ihre Abſicht und wollte es darauf an⸗ kommen laſſen, ob ſein Herz der Liebe fur dieſe Johanna fähig ſey. Noch hatte ſein Gemuͤth, das nur mit wilden Gedanken

beſchäftigt war, den zaͤrtlichen Gefuhlen

einer liebenden Neigung keine Herberge ver⸗ ſtattet. Er war der Meinung, daß ein Mann der großen Sache der Religion und

des Staates in dem Grade entzogen wird,

als er ſich der Liebe zu Weib und Kindern

hingiebt. Jene feſten, frommen Bande,

die den Familienvater an das Leben um ſo inniger knüpſen, die ihn tiefer in die edel⸗ ſten Verhältniſſe verweben, konnte er nicht. Sein Plan war, ſich erſt einen ausgezeich⸗

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