Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ein, wo man eines ſolchen Rathgebers ſehr bedarf. Seine Gattin iſt eine ausgezeich⸗ nete Frau, ſie war oft in meiner Nähe und ihr Umgang gewaͤhrte mir angenehme

Unterhaltung. Kennen Sie ihre Tochter?

Geſprochen habe ich wenig mit ihr, ſagte Montesquieu,ſie kam nicht von der Seite ihrer Gouvernante, ſchien etwas bloͤde zu ſeyn und ſich in Maͤnnergeſell⸗ ſchaft zu aͤngſtigen. Ich weiß nur, daß ſie ſehr reizend iſt.Sie ſollen ſie naͤher kennen lernen, ſagte die Koͤnigin mit mildem Laͤcheln.Ich beauftrage Sie, Montesquieu, in einem wichtigen Geſchaͤfte nach Chartreu zu reiſen. Ich gebe Ihnen Briefe mit, deren Inhalt die Familie wohl bewegen wird, Chartreu zu verlaſſen und nach Paris zuruͤckzukommen. Gern würde ich's ſehen, wenn ſie nicht zögerte und Sie ihr Begleiter waͤren. Sie ſollen es mir nach Ihrer Ruͤckreiſe ſelber ſagen, wie Ihnen Johanna, mein Liebling, gefallen hat. Ich hoffe, daß Sie's nicht gereuen wird, einen