Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

207

Aufmerkſamkeit und ſeiner Artigkeiten ge⸗ macht hatte, hatte ihr Wohlgefallen und eine Art von ſuͤßer Zuneigung in ihrem Herzen erweckt, aber tief eingewurzelt war ſie nicht, ſie beunruhigte ſie nicht, ſie war in Chartreu faſt erkaltet und ſie dachte ohne Sehnſucht an ihn. Das, was ſie beim erſten Anſchauen dieſes Fremden empfand, war ihr ein wunderbares Gefühl,

das ſie ſich nicht verſtaͤndigen, wofuͤr ſie

keinen Namen finden konnte. Die Gou⸗ vernante hingegen; die ihre innere Ruhe be⸗ hauptete, ſich im Innern an dem Juͤnglinge weidete, wuͤnſchte die reizende Johanna zu ſeyn. Mit Unmuth that ſie ſich das Ge⸗ ſtändniß, daß die Blumen ihrer Wangen verbluͤht waren, und daß es das partheiſſche Schickſal nicht gewollt hatte, daß ſie die Tochter dieſer Marquiſe und Johanna nicht ſelbſt war. Sie zweifelte nicht mehr, daß der Beſuch des Fremden nur dieſer Jungfrau gelte und ſie wartete ſehnlich,