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frau,„eine Aufrichtigkeit iſt der anbern werth, wenn ſie auch unſern Neigungen und Wuͤnſchen nicht ſchmeichelt. Taͤuſchen Sie mich ja nicht mit ſuͤßen Hoffnungen, das trunkene von der Liebe erwärmte Herz nimmt das Ungeiv ſſe gar zu gern fur Ge⸗ wiſſes, und ſieht die oft unerſteiglichen Berge nicht, die auf dem Wege zum
ſchoͤnen Ziele liegen. Zweifeln Sie noch
an Ihrem Gluͤcke, geben Sie ſich einer Reihe angenehmen Traͤumen nicht hin, aus denen Sie zu einem ſchrecklichen Erwachen auſge⸗ ſchreckt werden könnten.“
Mit aͤngſtlichem E ſtaunen fragte der Comte:„Hat Johanna einen Geliebten? Reden Sie, verwandeln Sie meine Wonne in Schmerz. Die Gewiß eit wird mich niederſchlagen, aber eine entriſſene Hoffnung ſchmerzt noch empfindlicher.“
„Ruhig, ruhig, Herr Comte,“ bat die
Pächterfrau,„Sie ſind zu aufgeregt. Lernen


