Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Wunſch iſt erfuͤllt und doch ſcheinſt Du nicht zufrieden.“—„Zum Sehen,“ erwie⸗ derte ſie,„iſt das Alles ſehr intereſſant, aber zum Wohnen abſcheulich.“—„Nur ruhig,“ bat der Marquis,„das Finſtere ſoll ſich bald verlieren und zu einem freund⸗ lichen Wohnſitze werden.“

Niemand, außer dem Marquis, wagte es, aus der Thür zu gehen, als es Abend wurde und mit geheimem Zittern hielten ſich die Frauen bei einander. Man fuͤrch⸗ tete, wenn ſich die Thuͤr leiſe oͤffnete, einen Comte oder eine Comteſſe von Chartreu zu ſehen. Die Marquiſe beforgte, daß ſie's auf dem Schloſſe nicht gewohnt wuͤrde, und wenn ſie hier bleiben muͤſſe, wölle ſie ſich lieber in einer Bauerhuͤtte einmiethen. Sie hätte die Nacht doch kein Auge zuthun koͤnnen, da ſie im Fieber einer beſtaͤndigen Angſt lag; aber um ſo ſchrecklicher war die unterhaltung, die ſie, bis der Morgen

grauete, folterte. Sie war auf Alles auf⸗