Caſtellan hatte die Waͤnde wohl zehnmal uͤberweißen laſſen, aber die alte Grundfarbe vehauptete ihre ſruͤhern Rechte und ſchim⸗ merte buntſcheckig und grau durch die Weiße. Die aus Paris geſandten koſtbaren Moͤbeln reichten nicht hin, um etliche Stuben voöllig damit auszuſchmücken, und der Caſtellan hatte daher, wie er weislich dachte, ſie in mehreren Zimmern vertheilt, die bewohnt werden wuͤrden. Im bunten Gemiſch ſtand das Neue neben dem Alten, das Modiſche neben dem Unmodiſchen und die Marquiſe glaubte die Vorfahren und die gegenwärti⸗ gen Bewohner, den Geſchmack der Urzeit und des jetzigen Zeitalters hier wie in einem Kunſtkabinet zuſammen zu finden. Die Herrlichkeit ihrer pariſer Zimmer ging ihren Blicken wie ein verlorenes Paradies voruͤber, ſie ſeufzte innerlich und ſagte:
„Eine wahre Ritterburg für Ritter, aber icht fur uns!“— Der Marquis 5 derte:„Dich hat ja immer verlangt, d 5 cunimich 37 ſeh⸗ 2


