Begeiſtert, bezaubert war die Mar⸗ quiſe uͤber die Huld der Konigin und iheilte mit großer Ruͤhrung ihrem Gatten jedes Wort mit, was ſie mit ihr geſprochen
hatte. Der Marquis erwiederte:„Deinen 5
Glauben an die Guͤte der Koͤnigin will ich nicht ſtören, aber es iſt ſo manches Räth⸗ ſelhafte in ihrem Weſen, was ich nicht deuten kann. Sie ſchwankt wie alle Wei⸗ ber zur Rechten und zur Linken und es fehlt ihr die Feſtigkeit, mit der das Ruder des Staates gefuͤhrt werden muß. Jedem erſcheint ſie liebevoll und freundlich. Wie das moglich iſt, verſtehe ich nicht zu rei⸗ men. Wer alle Welt zu Freunden haben will, der hat enblich keinen. Det Satz iſt
ein alter, aber ein wahrer.“—„O, laß
mir den Glauben an die Guͤte dieſer Koͤ⸗
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nigin,“ bat die Marquiſe mit Wemuth und
Verdruß,„er macht mich ja ſo glͤcklich! Wie kann es eine Koͤnigin Allen recht machen! Man helauert ihre Schritte und
Tadler finden allenthalben Flecken. Ich


