kluge Koͤnigin ſo zu verſchleiern, daß ſie ſie nur ihren Vertrauteſten und auch dieſen nur in ſolchem Lichte oder Schatten offen⸗ barte, als ſie durch das Mitwiſſen derſelben nicht benachtheiligt und gefaͤhrdet werden konnte. Den Andern aber blieben ihre Ge⸗ heimniſſe verborgen, und indem ſie die WMilde und Herablaſſung, die guͤtigſten Ver⸗ ſprechungen, die verſchwenderiſche Wohl⸗ thaͤtigkeit ihrer Gebieterin bis zur Bewun⸗ derung ehren mußten und ſich ohne Ruͤck⸗
halt zu ihr hingezogen fuͤhlten, waren ſie
doch weiter nichts als ſeelen- und willenloſe Maſchinen, die ſie gebrauchte, den Thron zu beſeſtigen, auf den ſie ſich erhoben haite, ihren Guͤnſtlingen möglichſten Vorſchub zu Ehrenſtellen und Guͤtern zu leiſten, oder ihre Gegner mit einem Scheine des Rechts zu verbannen und zu ſtuͤrzen. Alle wußte
ſie mit dem Wahne zu blenden, daß ſie ſich
einbildeten, nur fuͤr ihr eigenes Intereſſe
arbeiteten ſie, indeß ſie um einen zweifel⸗
haften Sold, vielleicht zu ihrem Verderben,


