Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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6 Nitet und Zwecke aber 1

An dem Hofe ihres Vaters, des be Lorenzo von Urbino, hatte die jun tharina die Glätte und Fa be, die Inteſgue und Form, die Klugheit und erſchlagenheit einer hoͤchſt verfeinerten Bofwanier ſich an⸗ geeignet, die bei ihr Natur und Charakter geworden war. Sie war in allen den Kun⸗ ſten meiſterhaft geuͤbt, wie man das Laſter ſchminkt, die Tugend tzuſcht, helſſehende Augen verblendet und die Unſchuld ver⸗ fuͤhrt. Ehe ſie Frankreichs Grenze als eine dem Aeußern nach hoͤchſt einnehmende, die Hetzen an ſich ziehende Braut betrat,

da hatte ſie es ſchon laͤngſt erkannt und durchſchaut, daß ein von der feurigen Liebe bethoͤrtes Maͤnnerherz dem Verſtande die lichte, ruhige Kraft zum Ueberlegen entzieht, es der Leidenſchaft preis giebt, und daß es dann, auch wider den Rath der Vernunft,

zu Beſchlüſſen und Thaten ſortreißt, die ſie tadelnswerth und

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